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Stabiler Immobilentrend?! Die rasante Entwicklung der Immobilienpreise

KVB-Redaktion vom 14.03.2019

Die Immobilienpreise steigen weiter. Dieser Trend zeichnet sich auch für das Jahr 2019 ab. Der „Postbank Wohnatlas 2019“ konnte ermitteln, dass die Immobilienpreise in Deutschland 2018 schneller stiegen als in den Vorjahren.

Der enorme Preisanstieg bezieht sich dabei längst nicht mehr ausdrücklich auf die deutschen Metropolen. Preiserhöhungen fressen sich wie ein gefräßiges Ungeheuer langsam in den ländlichen Raum. Dies führt dazu, dass in nahezu allen Landkreisen und kreisfreien Städten höhere Verkaufspreise für Wohneigentum erzielt wurden als im Vorjahr.

Die Immobilienpreise legen nicht zuletzt durch die Inflation um ca. 7,2 % zu. So lange die aktuelle Niedrigzinsphase weiter anhält wird es auch keine Änderung der Immobilienpreise geben, sagt Eva Grunwald, Leiterin des Immobiliengeschäfts bei der Postbank.

Nord-Süd-Gefälle mit München als Spitzenreiter

Des Weiteren zeichnet sich ein starkes Nord-Süd-Gefälle ab. Das bedeutet, dass die teuersten Gegenden fast ausnahmslos im Süden der Republik liegen. Die einzige Ausnahme bildet in dieser Statistik der Landkreis Nordfriesland, dessen bekanntester Ort Sylt nicht gerade für günstiges Wohneigentum bekannt ist.

Der absolute Spitzenreiter im Hinblick auf die Immobilienpreise ist München. Die bayerische Landeshauptstadt hat erstmals den Rekord von 7.000 € pro Quadratmeter Wohneigentum durchbrochen und hat eine Preissteigerung um 8,7 % im letzten Jahr erfahren. Auf den Plätzen zwei und drei der teuersten Städte rangieren aktuell Frankfurt am Main und Hamburg.

Berlin als großer Gewinner

Berlin gewinnt im letzten Jahr unglaubliche 11,4 % und kommt dadurch derzeit auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4.166 €. Dies führt dazu, dass die Bundeshauptstadt derzeit auf Rang fünf rangiert. Gleichzeitig bekommt das Umland der Metropolen immer mehr Zuspruch, sodass auch hier die Immobilienpreise stark ansteigen. Dadurch konnten sich in einigen ländlichen Kreisen Thüringens sowie in Oberfranken die Preise nahezu verdoppeln. Sie liegen mit 893 – 1700 € je Quadratmeter dennoch im erschwinglichen Rahmen.

Verlierer des Immobilienhypes

Leider gibt es beim aktuellen Immobilientrend auch einige Verlierer zu verzeichnen. Diese müssen mit Wertverlusten von bis zu 37,3 % kämpfen. Darunter liegt beispielsweise der Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen- Anhalt oder die kleinste, kreisfreie Stadt Deutschlands: Zweibrücken.

Wie sich die Immobilienpreise in Zukunft weiter entwickeln werden und ob es ein Preishöhepunkt in naher Zukunft gibt hängt maßgeblich von der Zinspolitik der nächsten Zeit ab. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass besonders in den Großstädten und dem direkten Umland keine Entspannung der Immobiliensituation zu erwarten ist, da der Wohnraum immer knapper wird.

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