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Nach Abzug der Miete bleibt vielen nur noch der Hartz-IV-Satz

KVB-Redaktion vom 31.10.2018

Die Armut bedroht Millionen von Menschen und die Risiken sind allgegenwärtig. Welche Gefahrenherde lauern eigentlich? Wir stellen die fünf größten Bedrohungen vor. Oftmals reicht schon ein unvorhergesehenes Ereignis aus, um in die Armut abzurutschen. Diese Gefahren werden oft unterschätzt. So können zum Beispiel eine chronische Erkrankung oder pflegebedürftige Eltern solide Mittelschichtsangehörige in die Armut führen.

Die hohen Mieten führen zum Ruin

Die hohen Mieten sind schon mancher Familie zum Verhängnis geworden. So wird eine Immobilie in bevorzugter Lage gesucht, die Kosten werden jedoch gerne unterschätzt. Oftmals fließt die Hälfte des zur Verfügung stehenden Einkommens in die Miete und zum Leben bleibt lediglich der Hartz-IV-Satz. Es wird plötzlich eng in der Kasse und so können zum Beispiel die Kinder nur noch mit den notwendigsten Kleidungsstücken oder Spielwaren ausgestattet werden. Eine Mitgliedschaft im Sportverein wird zum Luxus und Strompreiserhöhungen haben fatale Auswirkungen.

Allein in NRW wird in etwa 250.000 Haushalten die Hälfte des Einkommens durch die Miete verschlungen. Zwar hat in den Großstädten, wie Köln oder Düsseldorf jeder zweite Haushalt einen Sozialwohnungsanspruch, doch diese Objekte sind rar gesät. So gibt es augenblicklich etwa 470.000 entsprechende Immobilien, es werden aber Statistiken zufolge 50 Prozent mehr benötigt.

Die Pflege überfordert

Ein Pflegefall in der Familie kann ganz schnell zur Armut führen. Viele Betroffene weigern sich, den Gang ins Pflegeheim anzutreten und auch die Angehörigen möchten diesen Schritt vermeiden. Die Rundum-Betreuung in den eigenen vier Wänden ist teuer und zum Teil müssen die Angehörigen ihren Job quittieren und leben fortan von ihrem Ersparten. Die Altersarmut droht, denn nicht nur die vorhandenen Finanzmittel werden knapper, auch der Rentenanspruch sinkt. Professionelle Pflegekräfte sind ohnehin schwer zu finden, da das Personal aufgrund der oftmals schlechten Bezahlung knapp ist.

Alleinerziehende haben es schwer

Alleinerziehende sind einem hohen Armutsrisiko ausgesetzt und Politik und Verbände sind dagegen häufig machtlos. In NRW sind etwa 350.000 Alleinerziehende (zumeist weiblich) registriert. Knapp die Hälfte der Alleinerziehenden ist auf Hartz IV angewiesen. Nach der Trennung müssen Alleinerziehende eigentlich mehr arbeiten, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Doch wer kümmert sich um die Kinder und reicht die vorhandene Qualifikation aufgrund der Vernachlässigung des Berufs überhaupt für einen überdurchschnittlich bezahlten Job aus? Im Jahr 2008 wurde das Unterhaltsrecht reformiert, weshalb hohe Zahlungen vom einkommensstarken Ex-Partner nicht zu erwarten sind.

Eine Stelle im Schichtdienst oder in Vollzeit kann trotz eines vielleicht vorhandenen Kita-Platzes aufgrund der Verantwortung gegenüber den Kindern ebenfalls nicht ergriffen werden. Immerhin sollen in Zukunft die Öffnungszeiten der Kitas ausgeweitet werden, damit auch Jobangebote mit eher ungünstigen Arbeitszeiten von Alleinerziehenden ergriffen werden können. Die Not wird dadurch zwar gelindert, eine Lösung stellt die Maßnahme jedoch nicht dar.

Kinder machen reich und können doch zur Armut führen

Die Versorgung von Kindern ist mit hohen Unkosten verbunden. Oftmals lässt sich der Zuwachs nicht planen, denn wenn plötzlich Zwillinge oder Drillinge das Licht der Welt erblicken, dann steigen die laufenden Kosten ins Unermessliche. Häufig ist der Umzug in eine neue Wohnung unvermeidlich und auch die Ausgaben für Lebensmittel schießen in die Höhe. Über 50.000 Familien mit vielen Kindern sind in NRW von Armut gefährdet. Im Gegensatz zu Alleinerziehenden erfolgt hier zudem keine Bevorzugung bei der Kitaplatzvergabe.

Wenn die Armut vererbt wird

Bei manchen Menschen beginnt die Armut bereits mit der Geburt. Prekäre Familien werden von Bildungsferne, Langzeitarbeitslosigkeit, chronischen Erkrankungen und Passivität geprägt. Viele elementare Lektionen entgehen den Kindern in solchen Familien und der ungünstige Einfluss bestimmt oftmals den weiteren Lebensweg. Durch öffentlich geförderte Jobs gewinnt der Betroffene wieder an Selbstbewusstsein und auch die damit verbundene sozialarbeiterische Betreuung wird vom Staat finanziert. Eine umfassende Offensive zur Förderung sozialer Arbeit wird dennoch seit Jahren von Bund und Ländern gescheut.

Möglicherweise tragen zukünftige Sondierungsgespräche zur Lösung der Armutsproblematik bei.

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