Immobilien-Boom hält an, Preisentwicklung weiter positiv



Die Bundesbank sieht den Immobilien-Boom in Deutschland weiterhin anhaltend, wie sie in ihrem Monatsbericht von Februar 2017 berichtet. Ein Ende der Investitionen sei nicht in Sicht.

Die amtlichen Gutachterausschüsse schätzen das Volumen verkaufter Immobilien 2016 auf mehr als 210 Milliarden Euro, rund 10 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr.

Drei Indikatoren bestätigen diese Entwicklung:

  1. Auf dem Immobilienmarkt stiegen die Preise laut dem Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) für selbst genutztes Wohneigentum um 6,6 Prozent gegenüber 2015.
  2. Das Statistische Bundesamt gab an, dass der Häuserpreisindex sich 2016 um 5,5 Prozent erhöhte.
  3. Die Hypoport AG veröffentlicht den EPX-Hauspreisindex und gibt eine Preissteigerung der Wohnimmobilien in Deutschland 2016 um 8 Prozent an (2,5 Prozentpunkte mehr als 2015).

Immobilienpreise steigen – Zinsen historisch niedrig

Die Bundesbank bestätigte in ihrem Bericht ebenfalls, dass die Preise für Häuser und Wohnungen 2016 spürbar und noch stärker als im Vorjahr angezogen hätten. Die Gründe hierfür sind die anhaltend hohe Nachfrage in Ballungsräumen sowie niedrige Zinsen. Die historisch niedrige Rate für Hypothekendarlehen ermäßigte sich 2016 noch weiter.

Eine überdurchschnittliche Preisentwicklung wurde erneut in den 7 Großstädten mit dem seit Jahren teuersten Wohnraum (Kauf und Miete) festgestellt: Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Stuttgart und München. Aber auch im ländlichen Raum entwickelten sich die Preise stabil, sofern die Infrastruktur vor Ort gut ausgebaut war.

Häuser als sichere Geldanlage

Wie verschiedene Gutachter beobachten, kaufen Investoren auch vermehrt Häuser mit kleiner Rendite, da diese bei Immobilien dennoch eine der sichersten ist. Auf Finanzmärkten sei wegen der niedrigen Zinsen derzeit nicht mit viel Gewinn zu rechnen.


Bildquelle:
iStock