Immobilien als Altersvorsorge – sechs Schritte, die Sie beachten sollten!



Immobilienbesitz bietet eine ideale Altersvorsorge, denn Immobilien gelten als sicher, da die Inflationsrate niedrig ist.

Eine Form der Altersvorsorge ist das Eigenheim, was man sich in jüngeren Jahren zugelegt hat. Das ist nun längst abbezahlt und stellt monatlich keine Belastung mehr dar.

Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit, (zusätzlich) eine Immobilie zu erwerben, mit der man durch Vermietung Geld verdient und somit seine Rente aufbessert.

Bevor es jedoch zum Kauf kommt, sind das die wichtigsten Schritte:

1) Ein Objekt finden

Man kann das große Glück haben, von dem Freundes- oder Bekanntenkreis von einem Angebot zu erfahren. Da das jedoch nicht die Regel ist, sollte man selbst initiativ werden:

Einen Makler mit seinem Suchprofil zu kontaktieren ist heutzutage eher unüblich geworden und wird vielerorts auch gar nicht mehr als Dienstleistung angeboten.

Zeitungsinserate sind ebenso rückläufig und informieren den Interessenten mit ihren wenigen Stichworten auch eher unzureichend. Empfehlenswert hingegen ist der Besuch großer Immobilienplattformen im Internet (Immoscout, Immowelt, …). Hier bieten Makler und Privatleute ihre Objekte an und es finden sich bereits wichtigste Informationen (Größe, Lage, Preis, …) sowie meist eine Vielzahl an Fotos zu den einzelnen Angeboten.

2) Das Objekt prüfen

Rückt ein Angebot in die nähere Auswahl, sollte die Immobilie ausreichend geprüft werden. Wohnraum, Treppenhaus, Haustechnik, Keller, Dach und Fassade sind wichtige Indikatoren für die Beschaffenheit des Objekts. Liegen hier Mängel vor? Ist kurz- oder langfristig mit (weiteren) Mängeln zu rechnen? Wenn ja, wie sind sie zu beheben? In welchem Kostenumfang? Wichtige Fragen, für die Sie ruhig auch einen Sachverständigen zur Besichtigung hinzubitten dürfen.

Wichtig ist außerdem das langfristige Wertsteigerungspotential der Immobilie, um auch durch einen späteren Wiederverkauf eine entsprechende Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu gewährleisten.

3) Die Lage prüfen

Kleinere Mängel am Gebäude können häufig behoben werden, die Lage hingegen ist nicht zu verändern. Passt die Lage der Immobilie zu meinem individuellen Bedarf? Wie ist die Infrastruktur (Schulen, Nahversorgung, öffentliche Verkehrsmittel, …)? Eine gute Lage ist nicht nur für das langfristige Wertsteigerungspotential, sondern auch für eine Vermietbarkeit ausschlaggebend.

Ratsam ist auch eine langfristige Betrachtung; wie sind die demografischen und wirtschaftliche Prognosen für den Standort der Immobilie?

4) Die Finanzierung prüfen

Bevor eine Immobilie erworben wird, muss die Finanzierung geklärt sein. Wieviel Eigenkapital möchte ich aufwenden? Welche Tilgungsrate empfiehlt sich für mich? Eine hohe Tilgung bei niedrigem Zinsniveau sorgt für schnelle und kostengünstige Abzahlung des Kredits. Eine lange Zinsbindung ist vorteilhaft, wenn das Zinsniveau in den nächsten Jahren wieder steigen sollte.

5) Die Unterlagen prüfen

Unterlagen, die zu dem Objekt zur Verfügung stehen, sollten sorgfältig geprüft werden. Dazu gehören Mietverträge oder Wohnflächenberechnungen, Teilungserklärung, Hausordnung, Beschlusssammlung und Zuweisung an Sondernutzungsrechten. Auch die letzten Protokolle der Eigentümerversammlungen unbedingt geben lassen: Daraus sind anstehende Reparaturen oder Investitionen erkennbar, die auf mögliche zusätzliche Kosten in den kommenden Jahren hinweisen.

6) Die Risiken prüfen

Wenn die Immobilie vermietet werden soll, dann sollten bestehende Erträge unbedingt überprüft werden. Denn Grundlage für die Rendite sind die kontinuierlichen Einnahmen durch eine Vermietung. Wie war die bisherige Mieterfluktuation? Was kostet mich ein möglicher Leerstand?…

Man ist sicher gut beraten, eine Immobilie zu kaufen, um im Alter eine solide finanzielle Basis zu haben. Für eine erfolgreiche Altersvorsorge sollten aber alle Risiken im Blick behalten werden!


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