Haus kaufen mit Durchschnittseinkommen



In vielen Regionen Deutschlands können sich Durchschnittsverdiener kein eigenes Haus mehr leisten. Besonders nahe Großstädten wird es für Familien mit 4.000 Euro brutto im Monat fast unmöglich, ins Eigenheim zu ziehen. Eine Auswertung von Focus online zeigt, wo sich der Traum vom Haus für den Otto-Normal-Verbraucher noch verwirklichen lässt.

Einfamilienhaus mit Garten

Laut Bundesverband der privaten Immobilienwirtschaft (BFW) sucht der Deutsche statistisch ein Einfamilienhaus mit 146 Quadratmetern Wohnfläche und 350 Quadratmetern Grundstück. Damit die Bank diesen Wohntraum finanziert, muss der Eigentümer mindestens 20 Prozent Eigenkapital mitbringen. Zinsen und Tilgung für den Kredit muss er langfristig aus seinem Nettoeinkommen stemmen können, damit es eine Finanzierungszusage gibt. Außerdem müssen die hohen Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, ggf. Makler) mit dem Eigenkapital begleichbar sein.

Beispielrechnung mit Durchschnittseinkommen

Wer 3.000 Euro brutto verdient (etwa 2.200 Euro netto) kann sich in Deutschland eigentlich kein eigenes Haus mehr leisten. Die statistischen Daten des Standard-Einfamilienhauses zugrunde gelegt würden die Baukosten schon über 220.000 Euro betragen, zuzüglich Grundstück. Erst wenn Frau und Mann arbeiten, kommt die Familie dem Häuschen einen Schritt näher.

Kosten für Durchschnittsfamilie

Jahresbruttoeinkommen: 48.000 Euro
Eigenkapital: 20 Prozent des Kaufpreises
Ratenkredit monatlich: ein Drittel des Nettoverdienstes für Zins- und Tilgung

Ergebnis: In 328 deutschen Städten und Landkreisen kann die Familie sich kein Haus leisten.

Aber: Weit weg von Großstädten und Ballungszentren gibt es noch 74 Kreise, in denen die Durchschnittsfamilie sich regulär ihr Haus leisten kann. Am wenigsten zahlt sie dafür in Ostdeutschland: Elbe-Elster-Kreis, Prignitz und Spree-Neiße sind die drei günstigsten Standorte.
Alle Zahlen und Rechenwerte finden Sie bei Focus online.

 

 

 


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