Eigenheim lohnt sich



Wohneigentum finanzieren – das rechnet sich besonders im Alter. Je älter man wird, desto niedriger werden die Kosten für die Finanzierung. Das hat eine Studie vom Berliner Forschungsinstitut empirica mit der LBS Research ergeben.

“Langfristig gewinnt man mit Eigentum”, weiß auch Finanzexperte Marc Kloetzel, Prokurist von KVB-Finanz. Auch wenn die Kosten für junge Leute beim Hauskauf anfangs noch etwas höher sind als für Mieten, lohnt sich die Investition.

“Gerade beim Kauf der Immobilie fallen höhere Kosten für Grunderwerbsteuer und Notar an, zudem ist die Tilgung des Kreditvertrags noch sehr hoch”, sagt Kloetzel weiter. “Da die Eigentümer jedoch über die Jahre von einer kleiner werdenden Hypothek profitieren, amortisiert sich der Kauf meist schon nach wenigen Jahren.” Zudem seien Eigentümer unabhängig von der teils kräftigen Mietpreissteigerung der letzten Jahre.

Mehr Geld für Reisen und besondere Wünsche

Die LBS Research bewertete die Wohnkosten von Mietern und Eigentümern mit mittleren Einkommen zwischen 2.000 und 3.000 Euro netto monatlich. Die tatsächlichen Wohnkosten für die Bruttowarmmiete wurden mit den Kosten für Tilgung, Zinsen und Nebenkosten verglichen. Für die Studie wertete LBS Research die aktuellen Einkommens- und Verbrauchsstichproben (EVS) des Statistischen Bundesamtes aus.

Mietenlast im Alter

Das Ergebnis: Eigentümer von Wohnungen und Häusern zahlen bei Rentenantritt im Schnitt 499 Euro monatlich. Wenn die Immobilie schon abbezahlt ist, sind es sogar nur 386 Euro. Das sind rund 300 Euro weniger als den Mietern pro Monat zur Verfügung steht. Für die Miete zahlen diese im Rentenalter 688 Euro monatlich, was jedem 3. Euro ihres Einkommens entspricht.

Die übrigen 300 Euro bezeichnet das Institut als “Liquiditätsrente”. Mit dem zusätzlich verfügbaren Geld, das Eigentümer nicht mehr fürs Wohnen ausgeben müssen, können sie tatsächlich ihre Rente oder Pension aufbessern und sich auch später noch viele Wünsche erfüllen.

 

 


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