Die Rente ohne staatliche Hilfe finanzieren



Harte Arbeit bedeutet leider nicht immer einen frühen Rentenbeginn. Viele Menschen gehen zwar jahrzehntelang ihrer Arbeit nach, kommen mit ihrer Rente aber trotzdem nicht über die Runden. Bereits für eine zusätzliche Rentensumme von 416 Euro pro Monat müssen 125.000 Euro angespart werden.

  • Wer in Ruhestand gehen will, muss hohe Summen ansparen
  • Paare aus oberen Gehaltsklassen können sich 50.000 Zusatzrente pro Jahr durchaus ansparen
  • Wer Mindestlohn bezieht, ist im Rentenalter immer auf staatliche Hilfe angewiesen.

Die Versicherer gehen davon aus, dass Sie Ihre Rente im Schnitt 25 Jahre lang genießen können. Somit müssten Rentner, die mit 67 Jahren in den Ruhestand gehen, das 92. Lebensjahr erreichen. Wer 25 Jahre Ruhestand ohne zusätzliches Einkommen erleben möchte, der benötigt eine Menge Geld. Bereits für eine Zahlung von gut 400 Euro im Monat, müssen 125.000 Euro angespart werden. Wer sogar auf 1.000 Euro zurückgreifen möchte, der muss dafür schon 300.000 Euro sparen.

Wenn das Sparen an seine Grenzen stößt

Ohne staatliche Hilfe kann also nicht jeder Sparer von seiner Rentenzahlung leben. Wenn die Sparraten sehr niedrig sind, dann verringert sich natürlich auch der Puffer für die Rentensumme. Wer pro Monat 500 Euro spart, der kann auf einen Betrag von lediglich 15.000 Euro zurückgreifen. Das sind aber immer noch 1.250 Euro pro Monat und dieser Betrag liegt über dem bundesweiten Durchschnitt. Wer sich wenigstens 5.000 Euro Rentenzahlung sichern möchte, der muss pro Monat 150 Euro zur Seite legen. Das ergibt im Monat zumindest einen Betrag von 416 Euro.

Natürlich kann keine genaue Vorhersage getroffen werden, da sich alle Rechenbeispiele an der gegenwärtigen Kaufkraft des Geldes orientieren. Wenn die Inflation abgezogen wird, fallen die Werte zudem noch niedriger aus. Wer lediglich 100 Euro pro Monat spart, der liegt in der Rententabelle sogar unter der niedrigsten Stufe. Das betrifft also alle Menschen, die ihr komplettes Arbeitsleben lang den Mindestlohn bezogen haben. Diese Bevölkerungsgruppe kann sich in einem klassischen Arbeitsleben nicht einmal eine Zusatzrente von 300 Euro sichern.

So wird schnell klar, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung im Alter nicht nur auf die gesetzliche Rentenzahlung verlassen kann, sondern in vielen Fällen auf staatliche Hilfe angewiesen ist. Wer sich während der Arbeitsphase einen guten Sparplan erstellt, der kann seine Rentenhöhe dennoch ein wenig aufbessern.

Wer kräftig spart, der kann etwas erreichen

Die Hoffnung aufgeben muss man aber nicht, denn gute Sparer dürfen sich durchaus auf eine hohe Rente freuen. Innerhalb eines Arbeitsleben können nämlich durchaus ordentliche Summen gespart werden. Dafür sorgen in der Regel 40 Arbeitsjahre. Die Voraussetzungen für eine hohe Rentenzahlung sind allerdings ein gut bezahlter Job oder ein sehr sparsames Leben. Wenn sich Paare im Monat beispielsweise 2.000 Euro zurücklegen, dann hätten sie nach vier Jahren schon so viel Geld gespart, dass sie auf eine 400-Euro-Rente zurückgreifen könnten. Wenn diese Sparrate über einen Zeitraum von 33 Jahren zurückgelegt wird, dann würden Paare die Rentenhöhe von 50.000 Euro knacken. Und das alles ohne zusätzliche Hilfe der Rentenkasse. Das Vermögen würde dann bei rund einer Million Euro liegen. Klingt natürlich in der Theorie ganz gut, doch in der Praxis können nur wenige Arbeitnehmer diese Summen tatsächlich zurücklegen.

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