Bundesbank befürchtet Immobilienblase



Immobilien werden in Deutschland immer teurer, die Preise stiegen in den letzten Jahren rasant. Dazu bleiben die Zinsen auf einem sehr niedrigen Niveau. Außerdem wickeln deutsche Banken zunehmend riskante Geschäfte ab.

“Von einer Blase kann man in Deutschland zum aktuellen Zeitpunkt nicht sprechen. Aber als Bankenaufseher mache ich mir dennoch ernste Sorgen”, sagte Bundesbank Vorstand Dr. Andreas Dombret im Mai bei einer Rede zum Thema Immobilienmärkte in Frankfurt.

Drei Kriterien müssten erfüllt sein, damit von einer Immobilienblase die Rede sein könne:

  1. Ein Preisanstieg, der zum Beispiel nicht mehr durch die volkswirtschaftliche Lage erklärt werden könne.
  2. Das Volumen an Immobilienkrediten wachse übermäßig.
  3. Banken lockerten ihre Standards bei der Kreditvergabe, um vom Boom an den Immobilienmärkten zu profitieren.

Preise für Immobilien steigen gefährlich

„Die Ampel steht eindeutig auf gelb: Das gilt insbesondere für die Preisentwicklung“, sagte Dombret. Der Indikator für Immobilien-Preisentwicklung der Bundesbank habe ergeben, dass in den 127 erfassten Städten die Preise seit 2010 um fast 50 Prozent gestiegen sind; in den sieben Großstädten seien es mehr als 60 Prozent gewesen.

Wenn der Immobilienmarkt boomt und die Zinsen gleichzeitig niedrig sind, sollten die Banken besonders darauf achten, ihre hohen Stands zur Kreditvergabe aufrecht zu erhalten, rät Dombret den Kreditinstituten. Gefährliche Konsequenzen könnten ansonsten auf die Banken und Sparkassen zukommen.

 


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