Ausgeträumt: Traum vom Eigenheim wird zu teuer



Verheiratet, 2 Kinder, ein kleines Haus im Grünen mit Garten. Hört sich an wie das Leben der Durchschnittsfamilie? Die Zeiten mit dem eigenen Haus könnten aber leider bald vorbei sein. Die Grundstücks- und Immobilienpreise steigen rasant. Bauland wird vielerorts schon zu extremen Preisen angeboten, sodass sich eine Familie mit mittlerem Einkommen den Kauf gar nicht mehr leisten kann.

Investoren bauen groß, Familien klein

In der Folge bieten Investoren immer mehr, um die Zuschläge zu erhalten und bebauen ihr teuer erworbenes Land dann mit Mehrfamilienhäusern und Wohnblöcken anstatt Einfamilienhäusern mit Garten.

Die Investition muss sich ja lohnen. An einem Mehrfamilienhaus mit einzeln vermieteten oder verkauften Wohnungen und Gewerbeeinheiten verdient der Anleger viel mehr als mit dem klassischen Einfamilienhaus auf derselben Grundfläche.

Erstmals weniger Baugenehmigungen erteilt

Bislang stieg die Anzahl der erteilten Baugenehmigungen jedes Jahr kontinuierlich. Im ersten Quartal 2017 erteilten die Behörden aber erstmals weniger Baugenehmigungen als im Vorjahreszeitraum.

Besonders für Einfamilien- und Doppelhäuser sank die Zahl um 15,2 bzw. 7,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ein Quadratmeter baureifes Land kostet in Deutschland durchschnittlich 150 Euro, 2003 waren es noch 100 Euro. In begehrter Lage und im städtischen Raum zahlt man schnell mehr als 600 Euro pro Quadratmeter.

Kein bezahlbarer Wohnraum in Sicht

Die Kosten für das Haus selbst kommen oben drauf. Das können sich viele Familien nicht mehr leisten. Auch für die Investoren lohnt es sich nur, wenn sie die teuren Grundstückspreise durch die Miete oder den Verkaufspreis an die Bewohner weitergeben. Bezahlbarer Wohnraum entsteht so jedenfalls nicht.

 

 

 


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